Bergsteigen

Schermberg - 2.396m

Schon bei der Anreise schimmert diese Riesenwand (Fotos) hinter dem Almtalerhaus hervor, ein Vergleich mit der Watzmann Ostwand ist durchaus angebracht. Die Kletterei wechselt zwischen schönen Felspassagen und steileren Stufen, aber auch brüchige Passagen sind vorhanden. In der letzten 5er Seillänge spürt man dann, dass schon 1400 Hm kletternd bewältigt wurden, der schöne Ausblick vom Gipfel rundet das Gesamterlebnis eindrucksvoll ab.

Anreise / Zufahrt: Auf der Pyhrnautobahn (A9) bis zur Ausfahrt Ried im Traunkreis, SW-wärts abzweigen und über die Scharnsteiner Straße (B120) über Pettenbach und Scharnstein nach Grünau, weiter Richtung Almsee, bei der Habernau abzweigen zum Almtaler Haus.

Ausgangspunkt: Almtaler Haus, 714m

GPS Position: Längengrad:14,0363260163484, Breitengrad: 47,7109945370839

Ausrüstung: Bergwanderausrüstung mit festen Bergschuhen
Charakter der Tour: anspruchsvolle Bergwanderung  - Schotterweg - Waldweg - markierte Wege (alpines Gelände) - Schutt / Steine / leichter Fels - Drahtseilversicherungen oder Leiten

Download Topo Schermberg Nordwand (Linzer Weg, Schlusswand)

Vom Almtaler Haus auf einer Schotterstraße S-wärts bis zur Talstation der Materialseilbahn, 942m; ein Bachbett überqueren und schräg aufwärts zu den Grundmauern, über einen teilweise gesicherten Steig (Seile, Eisenleitern) geht es steil empor zur Welser Hütte, 1726m.
S-wärts ansteigen Richtung Fleischbanksattel, über eine gesicherte Felsstufe zu einer Abzweigung, W-wärts über Schutt und leichtes Felsgelände auf einen Grat und rechts auf den nahen Gipfel des Schermberges, 2396m.
Abstieg wie Anstieg.

Stützpunkt: Welser Hütte, 1726m (bewirtschaftet von Anfang Juni bis Mitte September, Tel. 07616/8088)

Kombinationsmöglichkeiten: Über den Fleischbanksattel auf den Großen Priel, 2515m (1:30Std).
Karten: AV Blatt 15/2 (Totes Gebirge, Mitte)
ÖK 50 Blatt 67 (Grünau im Almtal), Blatt 97 (Bad Mitterndorf)

Bemerkung:  Landschaftlich eindrucksvolle Wanderung. Bei Nebel oder Schneelage kann die Orientierung auf dem Karstplateau des Toten Gebirges sehr schwierig werden.
Auf dem Weg von der Welser Hütte zum Schermberg sind (besonders im Frühsommer) oft auch Firnfelder zu queren.

Großer Priel - 2.515m

ist mit 2.515m die höchste Erhebung im Toten Gebirge und wird im Sommer und Winter begangen. Er gilt als höchster Berg, der sich vollständig auf oberösterreichischem Boden befindet, da sich die Steiermark und Oberösterreich den Gipfel des Hohen Dachstein teilen.

Name: Entgegen früheren Annahmen ist der Name nicht slawischen, sondern deutschen Ursprungs: demnach bedeutet Priel „Wasseransammlung“, „Wasserstelle“ und ist vom Almgebiet zum Gipfel hinaufgewandert.

Erstbesteigung: Die erste touristische Besteigung ist für den 29. August 1817 dokumentiert, durch Sigmund Graf v. Engl mit den Jägern Hans, Anton, Engelbert und Ferdinand Riedler.

Aufstiege: Der Aufstieg erfolgt von Hinterstoder über das Prielschutzhaus oder aus dem Almtal über das Almtalerhaus und die Welser Hütte bzw. ist als Übergang von der Pühringer Hütte möglich.

Aufstiegsvarianten vom Prielschutzhaus

  • Standardaufstieg über die Brotfallscharte mit einzelnen neu sanierten Drahtseilversicherungen
  • Der 1994 errichtete Bernd-Rinesch-Steig ist ein populärer Klettersteig (Schwierigkeit C-D).
  • Südgrat. Alpine Kletterroute (IV+; III, A0)

Aufstiegsvarianten von der Welser Hütte

  • Standardaufstieg über den Fleischbanksattel
  • Nordwest-Grat. Alpine Kletterroute (III+)

Der Übergang von der Pühringer Hütte führt ebenfalls über den Fleischbanksattel. Ein selten begangener und langwieriger Übergang, die sogenannte Prielüberschreitung, führt vom Kleinen Priel (2.134m) über den Schwarzkogel (2.091m), die Angelmauer (2.102m), die Teufelsmauer (2.187 m ü. A.) und die Kirtagmauer (2.144m) zur Arzlochscharte und von dort über den Priel-Nordgrat zum Gipfel des Großen Priel. Diese Überschreitung, eine Kammwanderung mit vielen, aber kurzen Kletterstellen bis zum Schwierigkeitsgrad II (UIAA) wurde das erste Mal 1904 durch O. Gruber und H. Schmid ausgeführt. Auf Grund der Länge der Tour und des nicht zu unterschätzenden Auf- und Abstiegs ist mit einem Biwak zu rechnen

Kurzinfo Almtalerhaus · 760 m
Hetzau 7 · 4645 Grünau
Oberösterreich



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